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Januar

Hallo ihr Lieben!

Erstmal wünsch ich allen ein frohes neues Jahr 2010!

Seit Dienstag bin ich wieder zurück in Schoemansdal von unserem Mosambik-Trip.
Der Urlaub war total schön und abenteuerlich, wir haben so viel gesehen und erlebt. Nachdem wir (insgesamt 9 Leute vom DED in Südafrika) in Pretoria zusammen Weihnachten gefeiert haben (es kam nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf, weil’s einfach zu warm war und ohne die Familie ist das irgendwie nicht wirklich Weihnachten...), sind wir am 27. Morgens ziemlich früh nach Maputo gefahren, wo uns andere DED-Freiwillige, die mit dem DED in Mosambik sind, abgeholt haben. Dort haben wir uns dann für eine Nacht auf denen ihre Häuser verteilt und sind am nächsten morgen zu 13. Zur Junta gelaufen, dass ist in Maputo der Platz, wo die Taxis abfahren.
Als wir einen Fahrer gefunden haben, der uns zu unserem Ziel fahren konnte, gings los, 12 Stunden von Maputo aus Richtung Norden nach Vilanculos-ein kleiner Ort, direkt an der Küste, mit wunderschönen Stränden. Die Fahrt war nicht so angehmen, da Teile der Strecke ungefähr nur aus riesen Schlaglöchern bestehen und dann in dem kleinen Mini-Taxi...aber wir sind trotzdem angekommen☺
In Vilanculos warn wir dann eine Woche und obwohl es wirklich abnormal heiß war, ham wirs alle sehr genossen. Die Strände, die Cocospalmen, die kleinen vorgelagerten Inseln und das türkisene Meer sind waren einfach unglaublich schön. Einmal haben wir eine Bootstour zu einer der Inseln gemacht, so einen schönen Strand hab ich noch nie davor gesehen.
Mosambik ist schon sehr anders als Südafrika, nicht nur, dass es viel ärmer ist-wir, die aus Südafrika kamen, mussten uns erstmal dran gewöhnen, dass wir draußen rumlaufen konnten, obwohl es dunkel war☺ Das hat man irgendwie schon so verinnerlicht. Wir warn total überrascht, als wir in Maputo 50 m allein zum Geldautomaten laufen konnten, als es schon dunkel war.
Einmal wollten wir in Vilanculos essen gehen, haben Omelett bestellt und nach ca. 45 kam die Frau raus und meinte, sie geht jetzt die Eier kaufen. ☺ Manchmal wars schon echt lustig....
Als wir dann zurück gefahren sind, haben wir wieder eine Nacht in Maputo geschlafen, dieses mal hatten wir aber ne Nacht in einem Backpacker reserviert, den wir erstmal Ewigkeiten nicht gefunden haben. Sind erstmal mit dem Taxi in die falsche Richtung gefahren, dann sind wir ewig gelaufen und dann hats angefangen zu regnen, wir warn komplett nass und es wurde dunkel. Irgendwann hat uns dann ein Banker gefunden, der hatte Mitleid und hat uns alle auf seinen Backi geladen und gnädigerweise hingefahren...So sind wir dann doch noch angekommen.
Hier nach Schoemansdal bin ich dann auch mim Taxi gefahren, Maputo ist von hier nur ca. 140 km weg und ich werde definitv nochmal hinfahren, solang ich hier bin.
Was total cool ist, mit mir wohnt jetzt hier bei Sally eine neue Freiwillige, die auch bei Thembalethu in der Verwaltung arbeiten wird.
Sie heißt Shula, kommt ursprünglich aus Sambia und ist in Mosambik aufgewachsen. Mit ihr versteh ich mich echt gut, wir warn dass Wochenende schon zusammen in Nelspruit.
Wir haben erstmal zusammen überlegt, was wir mit den Waisenkindern machen wollen, die hier aufwachsen.
Insgesamt sind das ja ungefähr 20, aber wir wollen vor allem mit den kleineren arbeiten, weil die zum Teil 10 sind und nicht mal das Alphabet können, obwohl sie regelmässig in die Schule gehen.(!!).
Jeder wird sich um 3 Kinder kümmern, mit denen lesen und rechnen, ham vor, das jeden Tag zu machen.
Außerdem wollen wir so was wie „culture teaching“ mit denen machen☺ Unser Plan ist, jeden Monat ein anderes Land mit ihnen zu bearbeiten, ne Geschichte über das Land vorzulesen, ihnen die Flagge zu zeigen und den Ort auf der Weltkarte. Und diesen Monat ist gleich mal Deutschland dran!
Außerdem war unsere Idee, einmal die Woche eine Activity mit ihnen zu machen, zb backen, ein Spiel spielen oder was uns einfällt. Für Januar haben wir uns jetzt schon Sachen überlegt, bin mal gespannt, wie das läuft.
Manchmal ists wirklich schwer für mich zu glauben, was jedes Einzelne von diesen Kindern in seinem Leben schon durchgemacht hat und manchmal nimmt mich das auch echt mit.
Heute haben sie mir zum Beispiel erzählt, dass sie in der Schule geschlagen werden, wenn sie eine Antwort nicht wissen. Das trägt natürlich nicht grad dazu bei, dass sie irgendwas schneller oder besser lernen.
Anscheinend bringt es nichts, wenn man hingeht und sich beschwert, weil ein paar von den Lehrern diese Kinder dann einfach nicht mehr benoten oder sich noch weniger um sie kümmern.

Morgen öffnet Thembalethu, also die Organisation, für die ich arbeiten soll, auch wieder.
Wir hatten am Freitag ein Meeting vom Managemet, wo alle verschiedenen Abteilungen zusammenkamen. War total interessant, mal einen Einblick zu bekommen, in die Arbeit und die Finanzen (wie das alles läuft mit den Spendern usw).
Manchmal, wenn über Mitarbeiter gesprochen wurde, kam von den Abteilungsleitern die Antwort: „hm, he´s not here anymore...i think he dissapeared.“. Ich musst irgendwie voll lachen, weil das mit so einer Selbsverstänlichkeit gesagt wurde.
Also irgendwie scheinen manche Leute einfach zu gehen, wenn sie keine Lust mehr haben oder nen andern Job gefunden haben... Aber anscheinend sind sie daran gewöhnt. Naja ☺

 Ich werde außer der Sache mit den Kindern versuchen, bei der Community Newspaper mitzuarbeiten.
Wie ich ja schon erzählt hab, bringen die eine Zeitung raus und ich will mich morgen mit zwei von der Zeitung treffen und da mal drüber sprechen, ob sie was haben, was ich tun könnte. Vielleicht lassen sie mich ja sogar eine eigene Seite mitgestalten-wer weiß ☺ Die Zeitung kommt einmal die Woche raus, ich weiß nicht genau, wie die finanzielle Lage von denen aussieht. Ich weiß allerdings, dass sie pro Stück 2 Rand kostet.
Die Leute hier können sie verkaufen und pro verkauftem Stück 1 Rand behalten.
Find ich ne ziemlich gute Sache und ich hoff, dass das weitergeführt wird dieses Jahr.
Bin gespannt, wie sich das alles entwickelt.

Viele liebe Grüße nach Hause, eure Desde

Ps ich werd versuchen, nächste Woche noch ein paar Bilder hochzuladen

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